Geschichte des Hauses

Das Banater Seniorenzentrum Josef Nischbach befindet sich in privater Trägerschaft des Hilfswerks der Banater Schwaben e. V. Der Verein wurde auf Initiative von Herrn Helmut Schneider mit mehreren Banater Schwaben zur Unterstützung von alten, notleidenden und hilfsbedürftigen Banater Schwaben gegründet. Das Banater Seniorenzentrum Josef Nischbach ist das einzige Haus der Banater Schwaben hier in Deutschland. Seinen Namen erhielt es von Prälat Josef Nischbach, dessen Lebenswerk der Ausbau des deutschen Schulwesens im Banat war. Aufopfernd kümmerte er sich zusammen mit Schwester Hildegardis Wulf um die Kinder der nach Russland deportierten deutschen Minderheiten nach dem Zweiten Weltkrieg und die zurückgebliebenen alten Menschen im Banat.

In Erinnerung an Schwester Hildegardis, die sich ebenfalls für die Belange der Banater Schwaben opferte, ist in dem neuen Anbau ein großzügig ausgestatteter Raum entstanden, der als Begegnungsstätte und Hauskapelle dient. Blickfang in diesem Raum ist ein 450 x 220 Zentimeter großes Altarbild, ein Fresko der Künstlerin Magdalena Hatzak-Lukacsovits. Das Schutzmantelgemälde stellt Maria als Beschützerin der Banater Schwaben dar: Es erscheinen darin der Namensgeber des Hauses, Prälat Josef Nischbach, Schwester Hildegardis Wulf, Schwester Barbara Patrizia Zimmermann sowie der Schwabenbischof Augustin Pacha, die das Wesen und Wohlergehen der Banater Schwaben in der alten Heimat zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts stark geprägt haben.

Bei der Planung unseres Hauses wurde die Empfehlung des Kuratoriums Deutscher Altershilfe (KDA) berücksichtigt. Baubeginn war 1998 und bereits im Herbst 1999 konnten die ersten Bewohner einziehen. 2006 wurde dann auch das vierte Gebäude seiner Bestimmung übergeben.

Das Seniorenzentrum Josef Nischbach liegt im Süden von Ingolstadt, im St. Monika Viertel, nur einige Bushaltestellen der Buslinie 51 oder 52 vom Stadtzentrum entfernt und doch in unmittelbarer Nähe zum Naherholungsgebiet Auwaldsee. Ein Zeitungskiosk ist in zwei Minuten zu Fuß erreichbar und ein großes Einkaufzentrum, das Donau City Center nur drei Bushaltestellen von uns entfernt. Dort finden sie unter anderem EDEKA, ALDI, Metzger, Bäcker, Drogeriemarkt, Apotheke, Arztzentrum und vieles mehr.

Die Einrichtung wird durch das Bayerische Rote Kreuz e. V. als Spitzenverband vertreten.

Das Seniorenzentrum Josef Nischbach besteht aus vier Gebäuden, welche durch einen gedeckten, seitlich verglasten Flur miteinander verbunden sind. Im ersten Gebäude (Haus A) befinden sich das Pflegeheim, die Verwaltung, die Küche und die Hauswirtschaftsabteilung, 

In den hinteren Gebäuden (Haus B, C und D) befinden sich Ein- und Zwei-zimmerappartements des „Betreuten Wohnens“. Im Haus D ist noch das Büro der Ambulanten Pflegestation, der Hildegardissaal, die Bibliothek und ein Gästezimmer untergebracht.

Die schönen Grünanlagen und die gepflegten Blumenbeete zwischen den Häusern laden zum Verweilen oder Spazieren ein.

Das Seniorenzentrum bietet in 36 Einzel- und zwei Doppelzimmern über zwei Stockwerke verteilt 40 pflegebedürftigen Personen in der stationären Pflege ein liebevolles Zuhause, das ihnen ein hohes Maß an Lebensqualität bietet. Bei der Bauplanung wurde berücksichtigt, dass alle Bewohnerzimmer - je nach Lage vormittags oder nachmittags - Sonnenschein haben. Jedes Zimmer verfügt über eine Nasszelle mit Dusche und ein Pflegebad ist auf jedem Stockwerk vorhanden. Das ganze Haus ist behindertengerecht gebaut. Die Zimmer und die Nasszellen sind mit einer Rufanlage ausgestattet, um bei Bedarf Hilfe holen zu können. Die Zimmer sind bereits möbliert; trotzdem können eigene, kleine Möbelstücke mitgebracht werden, um ihnen eine individuelle Note zu verleihen.

Im Betreuten Wohnen stehen 37 Zwei- und 13 Einzimmerwohnungen für noch „rüstige“ Bewohner zur Verfügung. Alle Wohnungen sind zur Miete und ebenfalls behindertengerecht gebaut. Über eine Notrufanlage ist jederzeit eine Schwester erreichbar, die ihnen behilflich ist oder den Notarzt verständigen kann. Leichte Pflegefälle werden von unserem ambulanten Dienst im Haus versorgt; später, wenn die Bewohner in ihrer Wohnung nicht mehr professionell gepflegt und betreut werden können, ist ihr Umzug in die vollstationäre Pflege bevorzugt. Als Mieter des Betreuten Wohnens sind sie völlig unbeeinflusst von der Einrichtung, können aber bei Bedarf von allen Dienstleistungen des Hauses wie Reinigung, Pflege und Betreuung durch die Sozialstation, Küchenleistungen, Einkaufsfahrten zur Besorgung von Lebensmitteln und vielem mehr profitieren. Eine Vielzahl von Gemeinschaftseinrichtungen können mitbenutzt werden. Bei den regelmäßigen Veranstaltungen wie Heilige Messe im Hildegardissaal, Rosenkranzgebet, Gymnastik, Vorträge, Feierlichkeiten und Ähnlichem sind alle Bewohner herzlich willkommen.

Einzigartig für unser Haus ist das Zusammenleben der Banater Schwaben aus unterschiedlichen Ortschaften aus dem Banat, die hier ein Stück Heimat gefunden haben. Auch die Banater Schwaben aus Ingolstadt sind regelmäßig zu Besuch im Haus. Jeden Montag werden hier Chor- und Tanzproben abgehalten und bringen so den Heimbewohnern Abwechslung in den Alltag. Zwischen den Proben findet mit den Heimbewohnern ein gemütliches Plauderstündchen bei Kaffee und Kuchen statt. Dabei werden die Geburtstagsjubilare der letzten Woche mit einem Ständchen geehrt.

Ob in der stationären Pflege oder im Betreuten Wohnen, Sie finden überall nette, hilfsbereite Mitarbeiter, die sie respektieren und schätzen. Eine professionelle Versorgung in jeder Hinsicht sowie eine liebevolle Betreuung bei einem hohen Maß an Selbständigkeit sind für uns selbstverständlich.

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